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Wilder Schlagabtausch – U19 kämpft sich trotz Verletzungspech zu einem Punkt

17.​11.​2025

Nichts für schwache Nerven. Vor 55 Zuschauern in der Mühlenstraße zeigte unsere A-Jugend eine kämpferische und mutige Leistung gegen den SC Viktoria 1914 Templin und holte sich nach einem wilden Schlagabtausch ein 4:4-Unentschieden.

Doppelschock in den ersten zehn Minuten.

Der Start ins Spiel hätte bitterer kaum verlaufen können.
Bereits nach sieben Minuten musste der heute als Innenverteidiger spielender Edwin „Eddy“ Ondrusch nach einem harten Zweikampf mit einer herausgesprungenen Kniescheibe vom Platz. Nur drei Minuten später ging Toptorjäger Vitalii Katrych mit einem Schrei zu Boden – Knieverletzung. Für beide Spieler ging es direkt ins Krankenhaus.

Mit nun insgesamt acht verletzten Spielern wachsen die Sorgen von Woche zu Woche weiter an.

Trotz der frühen Unruhe ging die SG durch ein Tor von Fabian Flieger in Führung (24.), als er mutig nachsetze und den Ball über die Linie drückte. Ein unglückliches Eigentor nach einer scharfen Hereingabe brachte Templin jedoch zurück ins Spiel (32.). Aber kurz vor der Pause traf Jamiro Brockmöller zur erneuten Führung (45.+3), als er alleine auf das gegnerische Tor zulief und den Torhüter überwinden konnte, womit die Gastgeber mit einem 2:1-Vorsprung in die Halbzeit gingen.

Nach der Pause bot sich den Zuschauern ein spannendes Spiel, mit mehr Kontrolle und leichten Feldvorteilen für die SG. Die Schlussphase wurde dann, wie schon so oft, zum kompletten Wahnsinn.

Zwei fragwürdige Elfmeter bringen Templin zurück

Dass es aktuell auch von außen nicht immer glücklich läuft, zeigte sich in der 72. Minute: Der junge Schiedsrichter entschied nach einem normalen Zweikampf völlig überraschend auf Elfmeter für Templin. Fünf Minuten später wiederholte sich die Szene.
Zwei Elfmeter, zwei Gegentore – 2:3.

„Es bringt ja nichts, ständig über Schiedsrichter zu lamentieren. Wir können es ja nicht ändern. Letzte Woche pfeift ein fast 80-Jähriger, heute ein 15-Jähriger. Was will man da erwarten? Das ist kein Vorwurf an die beiden, aber wir haben da offenbar ein strukturelles Problem im Verband. Viele Entscheidungen gehen momentan gegen uns, das ist einfach ärgerlich.“

Späte Tore und die SG auf der Siegerstraße

Doch die Jungs gaben nicht auf.
Nach einer Ecke netzte Luca Fischer in der 86. Minute den Ball traumhaft ins lange Eck – 3:3.
In der zweiten Minute der Nachspielzeit konnte sich Paul Thomas am Flügel durchsetzen und erzielte das 4:3. Der Jubel war entsprechend groß und völlig verdient.

Doch Templin hatte noch ein Ass im Ärmel. Direkt im Gegenzug konnten die SG das den Ball nicht klären und ein Templiner Spieler traf mit einem Sonntagsschuss aus fast 20 Metern zum 4:4. Wumms.
Kurz darauf dann die letzte Szene, die nochmal für Kopfschütteln sorgte: die SG warf mit dem letzten Angriff nochmal alles nach vorne, ein Templiner Verteidiger bekommt den Ball klar sichtbar an den ausgestreckten Arm, doch der Elfmeterpfiff blieb dieses Mal aus. Dafür aber der Schlusspfiff, inkl. fassungslosen Staunen bei den Spielern.

Haken dran. Trotz riesiger Verletzungssorgen, zweier früher Nackenschläge und wieder zweier Elfmeter zeigten unsere Jungs eine tolle Moral.
„Die Mentalität hat gestimmt, die Jungs haben sich nach jedem Rückschlag wieder aufgerappelt und am Ende alles versucht, um das Spiel zu gewinnen. Schade, dass wir dafür heute nicht mit drei Punkte belohnt wurden. Fußballerisch war das richtig gut und meine Jungs hätten mehr verdient. Kompliment an Templin. Wir freuen uns auf das Rückspiel.“

 

Bild zur Meldung: A-Junioren, U19, SpG Wandlitz/Basdorf/Klosterfelde 2025 vs. Templin

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