U19: SpG Nauen/Brieselang schockt SG früh

05.​09.​2026

Freitagabend, Flutlicht, Bratwurst – eigentlich war alles angerichtet für einen schönen Fußballabend in der Eintracht Arena. Doch für die U19 der SG Klosterfelde/Wandlitz/Basdorf kam es anders.

 

Gerade einmal 18 Sekunden waren gespielt, als der Ball bereits im Netz der Gastgeber lag.

 

Nach dem Anstoß geriet die die Gäste aus Nauen/Brieselang auf der linken Seite unter Druck. Den Rückpass zum eigenen Torwart konnte dieser nur unsauber mit einem anschließenden langen Ball klären. SG-Spieler Alexander Schaefer, der für den fehlenden Kapitän Bruno Engmann in der Startelf stand, verlor jedoch das entscheidende Kopfballduell. Der Ball sprang auf dem nassen Rasen durch, auch Otto und Dietrich sahen sehr unglücklich aus und konnten die Situation nicht mehr bereinigen. Plötzlich lief der Nauener Angreifer allein auf Liam Schultz zu und vollendete zum frühen 0:1.

 

Eine bittere Pille und ein Start, der den gesamten Spielverlauf beeinflussen sollte.

 

„Wir haben uns heute leider selbst geschlagen. Alle vier Gegentore waren Geschenke von uns. Wir hatten uns vor dem Spiel viel vorgenommen, den Gegner analysiert und wussten, was auf uns zukommt. Dass wir beim ersten Gegentor in der letzten Reihe so pennen, darf einfach nicht passieren“, ärgerte sich Trainer Matthias Moldenhauer.

 

Die SG versuchte anschließend, sich in die Partie zu arbeiten, und kam zu drei, vier guten Möglichkeiten. Der mögliche Ausgleich wollte jedoch nicht fallen. Stattdessen leisteten sich die Gastgeber in der eigenen Defensive den nächsten folgenschweren Fehler.

 

„Beim 0:2 verlieren wir den Ball in der eigenen Redzone völlig unnötig, weil wir ins Dribbling gehen wollen, anstatt klar nach vorne zu spielen oder die Situation konsequent zu bereinigen. Schade ist, dass wir vorher unsere Möglichkeiten zum Ausgleich nicht nutzen."

 

Kurz vor der Pause wurde es zusätzlich hektisch. Eddy Ondrusch musste nach einem Zweikampf mit einer stark blutenden Nasenfraktur ausgewechselt werden. Der junge Schiedsrichter Reinecke ließ die Situation zunächst ohne Freistoß und persönliche Strafe weiterlaufen, was insbesondere auf der Bank der SG für großen Unmut sorgte.

 

Nur eine Minute später sah Damian Seeger die Gelb-Rote Karte. Die Gastgeber mussten die Partie somit in Unterzahl fortsetzen.

 

„Die Gelb-Rote Karte gegen Damian muss ich auch ein Stück weit auf meine Kappe nehmen. Der Trainer von Nauen war in dieser Situation cleverer und hatte seinen bereits verwarnten Spieler rechtzeitig ausgewechselt“, räumte Moldenhauer ein.

 

Mit der Bewertung einiger Zweikämpfe war der SG-Trainer dennoch nicht einverstanden:

 

„Insgesamt war in der ersten Halbzeit sehr viel Unruhe im Spiel. Beide Mannschaften haben sich gepusht und der Schiedsrichter war mit dieser Intensität teilweise überfordert, hatte ich den Eindruck. Nauen hätte aus meiner Sicht mindestens einmal Dunkelgelb und in einer weiteren Situation Rot sehen müssen. Das waren schon heftige Aktionen. Dass am Ende ausgerechnet wir mit einem Platzverweis bestraft werden, konnte ich in diesem Moment nicht nachvollziehen. Wir müssen es jetzt aber akzeptieren.“

 

In der Halbzeitpause sprach sich die Mannschaft deutlich aus und nahm sich vor, trotz Unterzahl noch einmal alles zu investieren.

 

Mit einem Spieler mehr auf dem Platz übernahm die SpG Nauen/Brieselang nach dem Seitenwechsel erwartungsgemäß die Kontrolle. Die SG hielt größtenteils wacker dagegen und verteidigte mit viel Einsatz. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff fanden die Gäste jedoch mit einem überlegten Pass in die Schnittstelle die entscheidende Lücke. Der Angreifer umkurvte den herausgeeilten Liam Schultz und erhöhte auf 0:3. Vorausgegangen waren erneut eine fehlende Zuordnung und mangelnde Mannorientierung in der Defensive.

 

„Wir fokussieren uns zu sehr auf den ballführenden Spieler und bringen uns dadurch selbst in eine schlechte Ausgangsposition für das anschließende Laufduell. Dann sehen wir in diesen Situationen schlecht aus. Über das gesamte Spiel hinweg waren das zu viele einfache Fehler. Die müssen wir klar ansprechen und unbedingt abstellen.“

 

Auch beim vierten Gegentreffer offenbarte die SG Schwächen in der Luft. Nach einem langen Ball in den Strafraum setzte sich der Nauener Stürmer im Kopfballduell durch und legte den Ball an die Strafraumkante ab. Den anschließenden satten Abschluss konnten die Gäste zum 0:4 im Tor unterbringen.

 

„Unser Spielaufbau war insgesamt viel zu fahrig. Pässe über fünf Meter kommen nicht an und teilweise fehlen die notwendigen Anschlussaktionen völlig. Defensiv müssen wir insbesondere an unserem Verhalten bei Kopfbällen arbeiten. Da fehlt uns häufig das richtige Timing.“

 

Trotz der deutlichen Niederlage richtet Moldenhauer den Blick bereits wieder nach vorne:

 

„Es liegt viel Arbeit vor uns. Ich wiederhole mich: Die Jungs müssen aus Fehlern lernen und im Training voll mitziehen. Dann werden wir uns in die richtige Richtung entwickeln. Ich glaube an die Truppe, das sind alles sehr gute Jungs und bin überzeugt davon, dass wir es nächste Woche gegen Templin besser machen werden.“

 

Die nächste Aufgabe wartet am kommenden Freitag. Dann tritt die U19 im Stadion der Freundschaft beim SC Victoria Templin an. Anpfiff ist um 19:30 Uhr.

 SG u19 

 

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